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Demenzbetreuung

Anspruchsvoraussetzungen

Für die Bewertung, ob die Einschränkung der Alltagskompetenz auf Dauer erheblich ist, sind folgende Schädigungen und Fähigkeitsstörungen maßgebend, wenn man:

  1. eine Weglauftendenz hat, d.h. unkontrolliert den Wohnbereich verlässt,
  2. gefährdende Situationen herbeiführt oder nicht erkennt,
  3. unsachgemäß mit gefährlichen Gegenständen oder Substanzen umgeht,
  4. in Verkennung der Situation tätlich oder verbal aggressiv wird,
  5. die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse nicht wahrnimmt,
  6. aufgrund seiner/ihrer Vergesslichkeit und seines/ ihres herabgesetzten Urteilsvermögens Probleme bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen hat,
  7. einen gestörten Tag/Nacht- Rhythmus hat, d.h. nachts aktiv ist und dafür tagsüber müde ist und oft schläft,
  8. den Tagesablauf nicht eigenständig planen und strukturieren kann,
  9. Alltagssituationen verkennt und entsprechend unangemessen reagiert,
  10. sich aufgrund einer stark wechselhaften Gefühlslage unkontrolliert verhält,
  11. überwiegend niedergeschlagen, verzagt, hilflos oder hoffnungslos ist,
  12. ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten hat,
  13. zeitlich überwiegende Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression hat.


Wichtig!
Eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz liegt vor, wenn in der Einschätzung (MDK Prüfung) wenigstens bei zwei Items (Bedingungen) ein "Ja" angegeben wird, davon mindestens einmal bei einem der Item 1 bis 9.
Eine in erhöhtem Maße eingeschränkte Alltagskompetenz liegt vor, wenn die für die erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz maßgeblichen Voraussetzungen erfüllt sind und zusätzlich bei mindestens einem weiteren Item aus einem der Bereiche 1, 2, 3, 4, 5, 9 oder 11 ein "Ja" angegeben wird.

Bei der Beantragung dieser Leistung sind wir Ihnen gerne behilflich.